Durch Bildung bessere Lebensverhältnisse schaffen

Kaffee wird rund um den Äquator angebaut – vor allem in Entwick­lungs­ländern. Dort sind Kaffee­farmer und ihre Familien häufig schwie­rigen sozialen Bedin­gungen ausge­setzt. Tchibo setzt sich im Rahmen seines gesell­schaft­lichen Engage­ments mit eigenen Projekten für bessere Lebens­ver­hält­nisse in den Ursprungs­ländern ein. Nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbst­hilfe“ bieten wir gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort vor allem bildungs- und berufs­ori­en­tierte Angebote für Kinder und Jugend­liche.

Guatemala: Kinder­be­treuung während der Kaffee-Erntezeit

In Guatemala, dem Ursprungsland hochwer­tiger Arabica-Bohnen für unseren Privat Kaffee Guatemala Grande, engagieren wir uns für die Betreuung der Kinder von Wander­ar­beitern und Erntehelfern. Die Schul­ferien überschneiden sich oft mit der Erntezeit der Kaffee­kir­schen. Da es kaum Betreu­ungs­an­gebote gibt, nehmen viele Wander­ar­beiter und Erntehelfer ihre Söhne und Töchter mit auf die Farmen. Während die kleinen Kinder dann an den steilen und gefähr­lichen Berghängen spielen, lassen die Eltern die größeren oft mitpflücken. Dadurch wird nicht selten die Grenze zu unzuläs­siger Kinder­arbeit überschritten. Deshalb ist es wichtig, Alter­na­tiven zu schaffen: Tchibo fördert daher Bildungs­pro­jekte und Betreu­ungs­mög­lich­keiten für Kinder in verschie­denen Regionen Guate­malas.

Gemeinsam mit der Coffee Care Association haben wir 2011 ein Pilot­projekt in der Region Huehue­tenango insbe­sondere für Wander­ar­beiter-Kinder ins Leben gerufen. Inzwi­schen betreiben wir dort während der Erntezeit sechs Kinder­ta­ges­stätten für Kinder im Alter von zwei bis neun Jahren. Die Betreuung der Kinder erfolgt alters­ge­recht nach der Montessori-Methode. Die Kinder werden zudem in dem wichtigen Thema Hygiene geschult. Sie erhalten täglich gesunde Mahlzeiten und werden auch medizi­nisch versorgt. In der Erntezeit 2012/2013 haben wir an drei Stand­orten zusätzlich ein Pilot­projekt für 10- bis 13-Jährige initiiert, da insbe­sondere diese Alters­gruppe für die verbotene Kinder­arbeit gefährdet ist. Dort erlernen die Heran­wach­senden in sogenannten Ausbil­dungs­se­mi­naren praktische Fertig­keiten wie Backen oder Handar­beiten. 2014 haben wir unser Engagement in Huehue­tenago ausgebaut, sodass wir an insgesamt sechs Stand­orten sowohl Kinder­ta­ges­stätten als auch Seminare für die älteren Kinder anbieten. Über 500 Kinder haben 2014/2015 das Angebot angenommen. Das Projekt wird auch 2016 fortge­setzt.