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NACHHALTIGKEITSBERICHT 2014

Erfolgreiche Umsetzung der Nachhaltigkeitsprogramme

Auch im Jahr 2014 haben die inter­na­tio­nalen Länder­ge­sell­schaften wieder erfolg­reich zur Reali­sierung der unter­neh­mens­weiten Nachhal­tig­keits­ziele beige­tragen und Maßnahmen aus ihren eigenen natio­nalen Nachhal­tig­keits­pro­grammen umgesetzt.

Unsere Länder­ge­sell­schaften konzen­trieren sich in ihren natio­nalen Nachhal­tig­keits­pro­grammen in erster Linie auf regionale Themen. Die inhalt­lichen Schwer­punkte orien­tieren sich dabei an den Tchibo Handlungs­feldern Kunden und Produkte, opera­tiver Umwelt­schutz und Mitar­beiter.

Kunden & Produkte: externe und interne Nachhal­tig­keits­kom­mu­ni­kation

Nachhal­tig­keits­kom­mu­ni­kation ist ein wichtiger Baustein, um unseren Kunden in allen Vertriebs­re­gionen die Vorteile nachhaltig herge­stellter Produkte zu vermitteln. Neben in Deutschland entwi­ckelten Materialien verwenden alle Länder­ge­sell­schaften hierfür eigene innovative Formate, die an die jewei­ligen natio­nalen Kunden- und Stake­holder-Bedürf­nisse angepasst sind.

Beispiele hierfür sind die Social-Media-Kampagne unserer Länder­ge­sell­schaft in Polen zu Nachhal­tig­keits­siegeln sowie der 2014 in mehreren Ländern einge­setzte Zeichentrickfilm „Herr Bohne im Land des Kaffees“. In ihm erfährt der Zuschauer auf unter­haltsame Weise, wie Mensch und Umwelt von nachhal­tigem Kaffee­anbau profi­tieren. 2015 soll auch der Film „Herr Bohne steht im Wald“, der die Vorteile nachhal­tiger Forst­wirt­schaft erläutert, synchro­ni­siert und über Social-Media-Kanäle verbreitet werden.

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Nachhal­tig­keits­siegel leicht erklärt

Siegel für nachhaltige Produkte müssen für die Kunden glaubhaft und verständlich sein und einen hohen Wieder­er­ken­nungswert haben. Wir wollen die Aufmerk­samkeit der Kunden auf Nachhal­tig­keit­sa­spekte der Produkte weiter steigern, um damit den nachhal­tigen Konsum zu fördern. Ein Beispiel ist die Social-Media-Kampagne unserer Länder­ge­sell­schaft in Polen, bei der Kunden die für Tchibo Produkte verwen­deten Nachhal­tig­keits­siegel besser kennen­lernen konnten. In einem separaten Flyer in den Filialen und über Facebook erhielten die Kunden Infor­ma­tionen, wofür die Siegel stehen, auf welchen Produkten sie zu finden sind und welche Vorteile sie für die Konsu­menten beinhalten.

Die Kampagne war so erfolg­reich, dass sie vom Polish Council of Shopping Centers mit dem „PRCH Retail Award 2014“ in der Kategorie „Media Sales Network 2014 campaign CSR“ ausge­zeichnet wurde.


Für den Erfolg der Nachhal­tig­keits­pro­gramme spielt auch die interne Kommu­ni­kation eine wichtige Rolle: Im Intranet bauten einige Länder­ge­sell­schaften eigene Rubriken auf, in denen sie ihre Mitar­beiter regel­mäßig über neue und laufende Nachhal­tig­keits­ak­ti­vi­täten infor­mieren. Darüber hinaus werden Mitar­beiter gezielt zu Nachhal­tig­keits­themen geschult. Im Mittel­punkt stehen hierbei die Filial­mit­ar­beiter. Sie sollen auf diese Weise befähigt werden, Nachhal­tig­keit­sa­spekte unserer Produkte zu erläutern und Kunden­fragen quali­fi­ziert zu beant­worten.

Neben unserem Kaffee- und Gebrauchs­ar­ti­kel­sor­timent hält unsere Länder­ge­sell­schaft in Öster­reich für ihre PrivatCard Kunden ein besonders nachhal­tiges Produkt bereit: Natur­strom von Alpen Adria Energie (AAE).

„Grüner Strom“ für zu Hause

Bereits seit mehreren Jahren bietet Tchibo seinen Kunden in Deutschland „ok-power“-zerti­fi­zierten Natur­strom aus erneu­er­baren Energie­quellen an. Tchibo/Eduscho in Öster­reich geht einen ähnlichen Weg. Seit 2013 macht die Länder­ge­sell­schaft ihren PrivatCard Kunden in Koope­ration mit dem Kärntner Famili­en­un­ter­nehmen Alpen Adria Energie (AAE) ein exklu­sives, nachhal­tiges Produk­t­an­gebot: „Natur­strom“-Verträge zu beson­deren Kondi­tionen mit umwelt­freund­licher Elektri­zität aus eigenen heimi­schen Quellen. Seit 2014 werden auch alle Filialen von Tchibo/Eduscho sowie die Zentrale in Wien durch das Unter­nehmen Alpen Adria Energie (AAE) komplett mit klima­scho­nendem Ökostrom versorgt.

Zitat Manuela Schneider (Leitung Corporate Commu­ni­ca­tions & Corporate Respon­si­bility bei Tchibo/Eduscho Öster­reich): „Mit diesem Angebot ermög­lichen wir unseren Kunden, zu 100% heimi­schem Natur­strom zu wechseln – vorwiegend aus Wind- und Sonnen­kraft und zerti­fi­ziert mit dem Öster­rei­chi­schen Umwelt­zeichen. Sie bekommen so nicht nur einen umwelt­freund­lichen Energiemix zu einem attrak­tiven Preis, sondern fördern auch die nachhaltige Energie­er­zeugung in Öster­reich.“

Opera­tiver Umwelt­schutz: verbrauchsarme Büros und Filialen

Neben dem Vertrieb nachhal­tiger Produkte arbei­teten die Länder­ge­sell­schaften auch daran, Umwelt­be­ein­träch­ti­gungen, die durch den Betrieb der eigenen Filialen und Büros entstehen, zu reduzieren. Unsere Länder­ge­sell­schaften führen Maßnahmen zur Senkung des Wasser-, Papier- und Strom­ver­brauchs in der Verwaltung durch. Unsere Gesell­schaften in Tsche­chien, Polen und Ungarn ließen ihre Maßnahmen 2014 durch externe Umwelt­or­ga­ni­sa­tionen erfolg­reich auditieren und entspre­chend zerti­fi­zieren. Für 2015 sind ähnliche Programme in der Türkei und der Slowakei geplant.

Tchibo Polen hat 2012 zusammen mit der Stiftung Partner­schaft für die Umwelt einen Zerti­fi­zie­rungs­standard für „Grüne Filialen“ entwi­ckelt und diesen für alle polni­schen Tchibo Filialen einge­führt. Es ist das erste Umwelt­zer­ti­fikat im polni­schen Einzel­handel überhaupt. Im Jahr 2013 wurde der Standard gemeinsam mit der Stiftung für den Vertrieb über das Internet weiter­ent­wi­ckelt. Das Webportal von Tchibo Polen wurde als erster Online-Shop in Polen mit dem Zerti­fikat „Green Shop“ ausge­zeichnet.

WWF-Koope­ra­ti­ons­projekt in der Türkei

Auch unsere Länder­ge­sell­schaft in der Türkei hat ein Konzept für „Green Shops“ entwi­ckelt: Gemeinsam mit der Umwelt­schutz­or­ga­ni­sation WWF wurden 2014 erstmalig für die Türkei Umwelt­kri­terien für den Einzel­handel definiert. Sie umfassen die Bereiche Heizung und Kühlung, Strom-, Wasser- und Papier­ver­brauch, Abfälle sowie Archi­tektur und Ausstattung mit Möbeln. Die Einhaltung der Kriterien wird zweimal pro Jahr durch den WWF überprüft. In den Filialen werden die Kunden außerdem über unsere Aktivi­täten im Bereich Nachhal­tigkeit infor­miert, um ihr Bewusstsein für Nachhal­tig­keits­themen zu schärfen. Zwei Filialen in Istanbul und Ankara wurden bereits entspre­chend den Kriterien des WWF umgebaut und erfolg­reich auditiert, weitere sollen folgen.


Damit Wälder auch für nachfol­gende Genera­tionen erhalten bleiben, achten wir darauf, dass Holz und Zellstoff für unsere Möbel und Papier­ar­tikel aus verant­wort­lichen Quellen stammen. Ein wichtiger Partner für Tchibo ist hierbei die inter­na­tional anerkannte Organi­sation Forest Stewardship Council (FSC®), die sich für eine verant­wor­tungs­volle Waldwirt­schaft einsetzt. Auch die Länder­ge­sell­schaften arbeiten bei der Umsetzung unserer Nachhal­tig­keitss­tra­tegie mit der Organi­sation FSC® zusammen und stellen ihre Werbe- und Kommu­ni­ka­ti­ons­mittel sukzessive auf umwelt­freund­liche Papier­qua­li­täten um.

Tchibo druckt in Deutschland, Öster­reich und der Schweiz bereits seit 2012 Magazine, Kataloge und Werbe­mittel auf FSC®-zerti­fi­ziertem Papier. Dies gilt seit 2013 ebenfalls für die Länder­ge­sell­schaften in Tsche­chien und der Slowakei, seit 2014 auch für die Türkei, Polen und Ungarn. Zudem wurden bis auf Rumänien und Russland alle Länder­ge­sell­schaften FSC®-zerti­fi­ziert und sind so berechtigt, das Siegel der Organi­sation auf Holz- und Papier­pro­dukten zu verwenden (Nachhaltige Produkte & Ressourcen).

Mitar­beiter bei Tchibo: Gesund­heits­ma­na­gement, Beruf & Familie und ehren­amt­liches Engagement

Bei den Angeboten für Mitar­beiter setzen die Länder­ge­sell­schaften unter­schied­liche Schwer­punkte. Einige engagieren sich besonders im Bereich Gesund­heits­för­derung und veran­stalten beispiels­weise monat­liche Gesund­heitstage, bei denen sie über Möglich­keiten zur Krank­heits­prä­vention infor­mieren oder Sport­pro­gramme für ihre Mitar­beiter anbieten. Ein weiterer Schwer­punkt ist das Thema Verein­barkeit von Familie und Beruf, für das sich insbe­sondere unsere Länder­ge­sell­schaft in Tsche­chien einsetzt. Nachdem ihr 2013 bereits ein Basis­zer­ti­fikat verliehen wurde, erhielt sie 2014 das Zerti­fikat „Audit Familie & Arbeit“. Das Auditie­rungs­projekt wird vom tsche­chi­schen Arbeits- und Sozial­mi­nis­terium initiiert und vom Human Resources and Employment Opera­tional Programme der EU gefördert.

Wir unter­stützen unsere Mitar­beiter nicht nur bei der Gesund­heits­vor­sorge oder dabei, beruf­liche und familiäre Aufgaben mitein­ander zu verein­baren. Auch das persön­liche Engagement der Mitar­beiter wollen wir fördern: In Polen, Tsche­chien, Ungarn und der Türkei bieten wir unseren Mitar­beitern die Möglichkeit, sich während der Arbeitszeit ehren­amtlich zu engagieren. Über unsere Bildungs­pro­jekte in den Kaffee- und Baumwoll-Ursprungs­ländern hinaus, die in erster Linie durch die Zentrale in Deutschland gesteuert werden, haben die Landes­ge­sell­schaften damit die Gelegenheit, sich für Hilfs­be­dürftige auch im eigenen Land einzu­setzen. 2015 sollen diese Programme auch auf die Slowakei ausge­weitet werden.

Hilfe zur Selbst­hilfe

Ein Beispiel für gemein­nüt­ziges Engagement ist ein Pilot­projekt unserer Länder­ge­sell­schaft in Tsche­chien. Dabei werden Sozial­un­ter­nehmen durch Mitar­beiter von Wirtschafts­un­ter­nehmen im freiwil­ligen Einsatz unter­stützt. Diese bringen ihr Wissen und ihre Berufs­er­fahrung ein und helfen so, vor allem sozial und ökono­misch benach­tei­ligte Menschen über Beschäf­ti­gungs­an­gebote gesell­schaftlich zu integrieren. Mitar­beiter von Tchibo Prag engagierten sich in diesem Rahmen bei dem gemein­nüt­zigen Unter­nehmen Rettigová in Litomyšl. Es betreibt ein Restaurant und Café, dessen Beschäf­tigte zum größten Teil mit einer Behin­derung leben. Ihnen boten die Tchibo Mitar­beiter kostenlose Trainings zu Kaffee­kom­petenz, Kunden­kom­mu­ni­kation und Perso­nalthemen an.

Zitat Lenka Mašková, Corporate Respon­si­bility Manager TCZ/TSK: „Mit der Teilnahme an dem Projekt wollen wir Sozial­un­ter­nehmen helfen, wettbe­werbs­fä­higer zu werden und benach­tei­ligte Menschen dabei unter­stützen, einen Arbeits­platz zu finden. Auch unsere Mitar­beiter profi­tieren von ihrem ehren­amt­lichen Engagement: Sie sammeln wertvolle Erfah­rungen im Umgang mit unter­schied­lichsten Menschen und verbessern ihre kommu­ni­ka­tiven Fähig­keiten. Nach den ersten positiven Erfah­rungen werden wir das Projekt ausweiten und fortent­wi­ckeln.“

Ausblick: Kommu­ni­kation, Effizienz und Messbarkeit im Fokus

Auch in den kommenden Jahren werden die Länder­ge­sell­schaften ihre Nachhal­tig­keits­pro­gramme konti­nu­ierlich weiter­ent­wi­ckeln und ihre entspre­chenden Aktivi­täten ausweiten. Zentraler Bestandteil sämtlicher Programme bleibt die Kommu­ni­kation mit Kunden und Stake­holdern. Dazu werden auch zukünftig Kommu­ni­ka­tions- und Werbe­mittel aus Deutschland an die lokalen Bedürf­nisse angepasst sowie eigene Kampagnen entwi­ckelt. Zusätzlich soll der auf Deutsch und Englisch veröf­fent­lichte Nachhal­tig­keits­be­richt ab 2015 um eine Zusam­men­fassung ergänzt werden, die dann auch von den Länder­ge­sell­schaften adaptiert und in die Landes­s­prache übersetzt werden kann.

Im Bereich Umwelt­schutz wird der Fokus in den kommenden Jahren auf der Umsetzung relevanter EU-Richt­linien liegen, wie beispiels­weise der Energie­ef­fi­zienz-Richt­linie oder der Richt­linie zur Reduktion der Verwendung von Plastik­tüten. Unsere Länder­ge­sell­schaft in Öster­reich hat hierzu ein Pilot­projekt initiiert mit dem Ziel, den Verbrauch von Einweg­plas­tik­tüten zu reduzieren und die Nutzung nachhal­tiger Mehrweg-Trage­ta­schen zu fördern. Seit dem 1. Juli 2015 erhebt Tchibo Öster­reich eine Gebühr für alle Einweg­plas­tik­tüten; ein Teil der Erlöse geht an die Umwelt­schut­zi­ni­tiative MUTTER ERDE.

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