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NACHHALTIGKEITSBERICHT 2014

Klima und Ressourcen schonen, Zukunft sichern

Für unser Kernge­schäft ist von großer Bedeutung, dass es gelingt, den Klima­wandel zu begrenzen und natür­liche Ressourcen zu bewahren. Nur so werden die von uns benötigten natür­lichen Rohstoffe wie Kaffee, Baumwolle und Holz bezie­hungs­weise Zellstoff auch in Zukunft verfügbar bleiben. Umwelt- und Klima­schutz ist deshalb zentraler Bestandteil der Geschäftss­tra­tegie von Tchibo und fest in der Tchibo DNA verankert. Hierbei nehmen wir alle Geschäftspro­zesse in den Blick und setzen mit unseren Maßnahmen dort an, wo wir CO₂-Emissionen und Ressour­cen­ver­brauch am wirksamsten verringern können.

Auf dem Weg zu einer 100% nachhal­tigen Geschäftstä­tigkeit konzen­trieren wir uns beim Umwelt- und Klima­schutz nicht nur auf Maßnahmen im Ursprung unserer Wertschöp­fungs­ketten Kaffee und Gebrauchs­ar­tikel, sondern auch auf die von uns unmit­telbar beein­fluss­baren Prozesse: den Transport und Versand unserer Produkte, den Betrieb unserer Standorte und Filialen sowie die Mobilität unserer Mitar­beiter. Im Klima­schutz arbeiten wir insbe­sondere in der Logistik und in den Röste­reien daran, den Kraft­stoff- bezie­hungs­weise Energie­ver­brauch zu reduzieren und dadurch CO₂-Emissionen zu senken. Unsere Ressour­cenef­fi­zienz verbessern wir vor allem, indem wir konti­nu­ierlich den Materi­al­einsatz für Büropapier, Werbe­mittel und Verpa­ckungen verringern und unver­zicht­bares Material aus verant­wor­tungs­vollen Quellen beziehen.

Gut organi­siert: Umwelt- und Klima­schutz auf allen Ebenen

Umwelt- und Klima­ve­rant­wortung sind fest in der Tchibo DNA verankert. Einer unserer Grund­sätze lautet: „Wir übernehmen Verant­wortung für die ökolo­gi­schen und sozialen Auswir­kungen unseres Handelns.“ Dieser Leitsatz prägt unsere Arbeit – von der Gestaltung der Sorti­mente und Liefer­ketten über die betrieb­lichen Prozesse bis zur Kunden­kom­mu­ni­kation. Der Tchibo Verhal­tens­kodex definiert auf Basis unserer DNA verbind­liche Regeln für umwelt­be­wusstes Verhalten aller Mitar­beiter. An unseren Stand­orten arbeiten wir mit einem Umwelt­ma­na­ge­ment­system, das sich an der Norm ISO 14001 orien­tiert und alle Verant­wort­lich­keiten und Instru­mente im Umwelt- und Klima­schutz definiert.

Die Verant­wortung für den Umwelt­schutz des Unter­nehmens übernehmen unsere Umwelt­ex­perten aus den unter­schied­lichen Bereichen und Fachab­tei­lungen. Mit ihnen werden jährlich umwelt­be­zogene Zielvor­gaben vereinbart. Die damit verknüpften abtei­lungs- und bereichs­über­grei­fenden Aktivi­täten koordi­niert der Direk­ti­ons­be­reich Unter­neh­mens­ver­ant­wortung. Er stellt sicher, dass die einge­lei­teten Umwelt­maß­nahmen in den Geschäfts- und Fachbe­reichen mit der strate­gi­schen Zielsetzung sowie unter­ein­ander abgestimmt werden. Hierzu beobachtet und analy­siert der Bereich gesell­schaft­liche Trends, tages­ak­tuelle Themen und Geset­ze­si­ni­tia­tiven. Ziel ist es, möglichst frühzeitig auf neue Entwick­lungen einzu­gehen und diese mitzu­prägen.

Wo können wir am meisten erreichen? Unsere Schwer­punkte für Verbes­se­rungen

In welchen Bereichen ist ein Handeln besonders dringlich? Und wo können wir am meisten bewirken? Anhand dieser Leitfragen haben wir folgende Schwer­punkte für unser opera­tives Handeln bestimmt:

  • Klima­schutz – unsere Prozesse so energie­ef­fi­zient und emissi­onsarm wie möglich gestalten

  • Ressour­cenef­fi­zienz – den Verbrauch aller Materialien, insbe­sondere von Papier und Karto­nagen, so weit wie möglich senken und den verblei­benden Bedarf aus verant­wor­tungs­vollen Quellen decken

Klima­schutz: Prozesse klima­schonend gestalten

Wir arbeiten syste­ma­tisch daran, die CO₂-Emissionen unserer Prozesse zu verringern. Hierfür analy­sieren wir sorgfältig unsere CO₂-Emissi­ons­werte und setzen die Schwer­punkte unserer Arbeit dort, wo wir das größte Einfluss- und Einspar­po­tenzial identi­fi­zieren. Wichtige Hebel hierfür sind eine konti­nu­ier­liche Verbes­serung der Effizienz unserer Logis­tik­pro­zesse, die Verrin­gerung des Energie­ver­brauchs an unseren Stand­orten sowie die Verrin­gerung des Kraft­stoff­ver­brauchs unseres Fuhrparks.

Logistik

Die trans­port­be­dingten CO₂e-Emissionen sind ein wichtiges Handlungsfeld für uns. Durch ein gutes Prozess­design können wir die Emissionen deutlich reduzieren. Hierzu zählen eine stärkere Nutzung emissi­ons­armer Verkehrs­mittel wie Bahn oder Schiff und Effizi­enz­stei­ge­rungen durch eine intel­li­gente Steuerung unserer Logis­tik­pro­zesse. Seit 2006 haben wir unsere CO₂e-Emissionen so im Rahmen des Programms LOTOS (Logistics towards Sustaina­bility) relativ um rund 30% verringert. Mit neuen ambitio­nierten Zielen bis 2020 werden wir die relativen Emissionen im Transport (g CO₂e pro Tonnen­ki­lo­meter) gegenüber 2006 um weitere 10% reduzieren. Darüber hinaus haben wir uns für die nächsten fünf Jahre vorge­nommen, die Emissionen unserer Distri­bu­ti­ons­zentren gegenüber 2013 um weitere 15% zu senken (Logistik).

Standorte

Aufgrund des hohen Energie­be­darfs der Röstpro­zesse haben wir uns in den Jahren 2013 und 2014 vor allem auf eine noch energie­ef­fi­zi­entere Gestaltung der Prozesse in unseren Kaffeerös­te­reien in Hamburg und Berlin fokus­siert: Hierzu haben wir 2013 ein Energie­ma­na­ge­ment­system gemäß ISO 50001 einge­führt. 2014 konnten wir den Energie­ver­brauch pro Tonne Röstkaffee gegenüber dem Vorjahr um 2,3% senken und haben unser Einsparziel von 1,5% damit deutlich übertroffen (Standorte & Filialen).

Mitar­bei­termo­bi­lität

Im Bereich der Mitar­bei­termo­bi­lität verfolgen wir mit unserer Fuhrpark­stra­tegie ebenfalls einen syste­ma­ti­schen Ansatz: Wir setzen Obergrenzen für den CO₂-Ausstoß neu angeschaffter Dienst­fahr­zeuge und bieten unseren Mitar­beitern gleich­zeitig Anreize für die Wahl möglichst klima­scho­nender Modelle. So konnten wir 2014 den durch­schnitt­lichen CO₂-Ausstoß unserer Fahrzeug­flotte weiter auf 119g CO₂/km senken. Bis 2020 werden wir die durch­schnitt­lichen Emissionen unserer Fahrzeuge in Anlehnung an die EU-Regelung für Herstel­ler­flotten auf einen Wert unterhalb von 95g CO₂/km verringern (Mobilität).

Ressour­cenef­fi­zienz: Verbräuche senken, nachhaltige Beschaffung ausweiten

Wertvolle Ressourcen schonen wir vor allem dadurch, dass wir – wie beim Klima­schutz – unsere eigenen Prozesse effizi­enter gestalten. In den vergan­genen Jahren haben wir den Schwer­punkt unserer Maßnahmen darauf gelegt, den Bedarf an Papier in unseren internen Prozessen sowie an Verpa­ckungs­ma­te­rialien syste­ma­tisch zu verringern. Gleich­zeitig stellen wir die Beschaffung von Papier und Versand­kar­to­nagen auf nachhaltige Quellen um.

Die Papier­mengen für unsere Büro- und Kunden­kom­mu­ni­kation beziehen wir seit 2014 fast vollständig aus nachhal­tigen Quellen. Wir setzen dabei auf Papier, das gemäß dem Standard des Blauen Engels als Recycling­papier gekenn­zeichnet oder vom Forest Stewardship Council® (FSC®) zerti­fi­ziert bezie­hungs­weise mit dem EU Ecolabel ausge­zeichnet ist (Papier).

Verpa­ckungen

Auch beim Design unserer Verkaufs- und Trans­port­ver­pa­ckungen achten wir darauf, dass der Ressour­cen­ver­brauch reduziert wird. Mit unserer Verpa­ckungs­richt­linie, die sowohl Qualitäts- als auch Umweltan­for­de­rungen enthält, haben wir hierfür klare Vorgaben definiert, die auch für unsere Liefe­ranten gelten: Verpa­ckungs­ab­fälle werden syste­ma­tisch vermieden oder in den Rohstoff­kreislauf zurück­ge­führt. Anfang 2015 haben wir diesen Ansatz mit unserer Verpa­ckungs­stra­tegie weiter­ent­wi­ckelt. Mit ihr verfolgen wir von der Vermeidung über die Vermin­derung und Verwertung bis zur konti­nu­ier­lichen Designver­bes­serung das Ziel, die Umwelt­ver­träg­lichkeit unserer Verpa­ckungen konse­quent weiter zu verbessern. So wollen wir zum Beispiel bis 2020 den Papier- und Karto­na­gen­ver­brauch senken und werden den Einsatz nachhal­tiger Papier­qua­li­täten und Karto­nagen weiter erhöhen. Gleich­zeitig reduzieren wir in allen Prozessen die Abfall­mengen und sorgen beim verblei­benden Abfall für eine konse­quente Trennung und Wieder­ver­wertung (Verpa­ckung & Abfall).

Fortschritte 2014 & Ziele 2015

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