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NACHHALTIGKEITSBERICHT 2014

Mobilität: niedrige CO₂-Emissionswerte durch langfristige Fuhrparkstrategie

Mit Geschäfts­partnern, Liefe­ranten, Kunden und Kollegen pflegen wir einen engen persön­lichen Kontakt. Trotz Nutzung innova­tiver Kommu­ni­ka­ti­ons­mittel sind Dienst­reisen hierfür unver­zichtbar. Aller­dings sind sie auch mit CO₂-Emissionen verbunden. Mit unserer langfristig angelegten Fuhrpark­stra­tegie minimieren wir diese CO₂-Emissionen schritt­weise. Dabei stellen wir unseren Fuhrpark sukzessive auf verbrauch­s­op­ti­mierte und elektrische Fahrzeuge um. 2014 erhielten wir hierfür die „Grüne Karte für glaub­wür­diges Umwelt­be­wusstsein“ der Deutschen Umwelt­hilfe (DUH) –zum dritten Mal in Folge.

Im Rahmen unserer unter­neh­mens­weiten Fuhrpark­stra­tegie haben wir CO₂-Emissi­ons­grenzen für neu angeschaffte Fahrzeuge festgelegt. Dabei orien­tieren wir uns an den Höchst­werten, die die EU für die Flotten der Automo­bil­her­steller vorschreibt: Bis 2020 werden wir den durch­schnitt­lichen CO₂-Ausstoß unserer Dienst­wagen schritt­weise auf 95g CO₂/km gemäß den EU-Vorgaben senken. Die in unserer Fuhrpark­stra­tegie definierten Vorgaben gelten sowohl für Tchibo in Deutschland als auch für unsere Länder­ge­sell­schaften. Um diese Vorgaben zu erfüllen, setzen wir folgende Maßnahmen um:

  • Bei Fahrzeugen mit Verbren­nungs­motor kaufen wir die energie- und ressour­cen­scho­nendsten Modelle der jewei­ligen Baureihen ein.
  • Sofern die Anfor­de­rungen an die Fahrzeug­nutzung dies zulassen, erwerben wir Hybrid­fahr­zeuge und E-Mobile.
  • Wir schaffen auch Anreize für unsere Führungs­kräfte, klima­scho­nendere Modelle zu nutzen.

Das Anreiz­system für unsere Führungs­kräfte basiert auf abgestuften Zuschüssen für Leasing­fahr­zeuge, die sowohl geschäftlich als auch privat genutzt werden. Im Einzelnen galt 2014 folgende Abstufung: Bei den verbrauch­särmsten Modellen mit Werten unterhalb von 110g CO₂/km und Elektro­fahr­zeugen ist der Zuschuss am höchsten. Bei Modellen mit Werten zwischen 110 bis 125 bezie­hungs­weise 125 bis 140g CO₂/km wird er über zwei Stufen abgesenkt. Mitar­beitern mit drei oder mehr Kindern bieten wir außerdem etwas größere, famili­en­freund­liche Fahrzeuge an. Für diese gelten im Rahmen einer Ausnah­me­re­gelung leicht erhöhte CO₂-Obergrenzen.

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„Grüne Karte“ für klimaf­reund­liche Dienst­wa­gen­flotte

Mit unserer Fuhrpark­stra­tegie konnten wir unsere Emissionen über mehrere Jahre konti­nu­ierlich senken. Der durch­schnitt­liche CO₂-Ausstoß der Dienst­wa­gen­flotte ging 2014 weiter zurück, von 120g CO₂/km im Vorjahr auf 119g CO₂/km. Bei der Berechnung der Werte haben wir die Herstel­ler­an­gaben zugrunde gelegt. Damit liegen wir deutlich unterhalb des für unsere Fuhrpark­stra­tegie als Obergrenze übernom­menen EU-Klima­schutz­ziel­werts für Herstel­ler­flotten aus dem Jahr 2014 in Höhe von 130g CO₂/km.

Unsere Erfolge bei der Reduktion der mobili­täts­be­dingten CO₂-Emissionen werden von Experten gewürdigt: 2014 befragte die DUH 166 börsen­no­tierte und mittel­stän­dische Unter­nehmen zu ihren fuhrpark­be­dingten CO₂-Emissionen. Die Auswertung der Frage­bögen ergab, dass Tchibo und vier weitere der befragten Unter­nehmen die Anfor­de­rungen einer emissi­ons­armen Fuhrpark­stra­tegie am besten erfüllten. Wir erhielten damit zum dritten Mal in Folge die „Grüne Karte für glaub­wür­diges Umwelt­be­wusstsein“ der DUH. Betrachtet wurden neben den flotten­weiten auch die Emissionen der Fahrzeuge der Geschäfts­füh­rungs­mit­glieder sowie die durch das jeweilige Unter­nehmen verfolgte Strategie zur Emissi­ons­re­duktion.

Elektro­fahr­zeuge: Ökostrom im Stadt­verkehr

Unser Engagement wird von der Unter­neh­mens­leitung vorgelebt: Bereits im vierten Jahr in Folge nutzt der Vorsit­zende der Geschäfts­führung von Tchibo, Dr. Markus Conrad, ein Elektro­mobil als Dienst­wagen. Darüber hinaus waren im Berichtsjahr mehrere Elektro­fahr­zeuge im Einsatz: Die Poststelle in Hamburg begann 2014 eine zunächst auf zwölf Monate befristete Testphase mit einem VW E-Caddy. Anfang 2015 wurde sie bis zum darauf­fol­genden September verlängert. Den Mitar­beitern in der Zentrale stehen über unseren Fuhrpark fünf Elektro­autos zur Verfügung. Das Lager und die Rösterei betreiben je einen elektri­schen Mercedes der A-Klasse. Zusätzlich zu den öffent­lichen Ladesäulen haben die Nutzer Zugang zu drei mit Ökostrom betrie­benen Ladesta­tionen in der Tchibo Haupt­ver­waltung.

Unter­stützung indivi­du­eller Mobili­täts­lö­sungen

Als weitere CO₂-freie und gesund­heits­för­dernde Alter­native unter­stützen wir das Fahrrad­fahren: Mit 50 neuen Stell­plätzen ermög­lichen wir unseren Mitar­beitern und Gästen, ihr Rad auf dem Gelände der Haupt­ver­waltung anzuschließen. Damit auch für die Betriebs­si­cherheit der Räder gesorgt ist, richteten wir im Mai 2014 an unserer Hamburger Zentrale eine mobile Fahrrad­werk­statt ein. Die Nachfrage war so groß, dass die an diesem Tag angebo­tenen Inspek­tions- und Repara­tur­termine verlost werden mussten.

Neben Angeboten für Fahrrad­fahrer bieten wir unseren Mitar­beitern weitere umwelt­scho­nende Mobili­täts­lö­sungen an. So übernehmen wir die Hälfte der Kosten für die ProfiCard, ein vergüns­tigtes Jobticket der Hamburger Hochbahn AG für den öffent­lichen Perso­nen­nah­verkehr. Für beruf­liche Vielfahrer innerhalb Deutsch­lands übernehmen wir die komplette Finan­zierung der BahnCard. Zudem haben wir für verschiedene Standorte zusammen mit Car2go zwei Veran­stal­tungen zur kosten­losen Regis­trierung unserer Mitar­beiter bei dem Carsharing-Anbieter durch­ge­führt.

Das gibt es nur bei Tchibo