Fortschrittsmitteilung 2014 zum UN Global Compact

Tchibo ist am 18. November 2009 dem Global Compact der Vereinten Nationen (UN) beige­treten und bekennt sich damit ausdrücklich zu den zehn UN Global Compact Prinzipien in den Bereichen Menschen­rechte, Arbeits­normen, Umwelt­schutz und Korrup­ti­ons­be­kämpfung sowie deren Berück­sich­tigung in den Geschäftspro­zessen. Wir treten für eine glaub­würdige und nachhaltige Unter­neh­mens­po­litik ein. Unser Vorsit­zender der Geschäfts­führung, Dr. Markus Conrad, bekräftigt diese Haltung in seinem Vorwort zum Nachhal­tig­keits­be­richt 2014 der Tchibo GmbH.

Der Global Compact der Vereinten Nationen ist eine inter­na­tionale strate­gische Initiative, die seit der Gründung im Jahr 2000 Unter­nehmen, Politik, Arbeit­neh­mer­or­ga­ni­sa­tionen und Zivil­ge­sell­schaft mitein­ander vernetzt. Indem sich Unter­nehmen verpflichten, ihre Geschäftstä­tig­keiten und Strategien an zehn universell anerkannten Prinzipien aus den Bereichen Menschen­rechte, Arbeits­normen, Umwelt­schutz und Korrup­ti­ons­be­kämpfung auszu­richten, kann die Wirtschaft dazu beitragen, dass die Entwicklung von Märkten und Handels­be­zie­hungen, von Techno­logien und Finanz­wesen im Zuge der Globa­li­sierung allen Wirtschafts­räumen und Gesell­schaften zugute­kommt.

Die zehn Prinzipien beruhen auf

  • der Allge­meinen Erklärung der Menschen­rechte,
  • der Erklärung der Inter­na­tio­nalen Arbeits­or­ga­ni­sation über grund­le­gende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit,
  • der Rio-Erklärung über Umwelt und Entwicklung und
  • dem Überein­kommen der Vereinten Nationen gegen Korruption.

Tchibo berichtet seit 2012 nach dem Advanced Level. Damit gehen wir über die Mindest­an­for­de­rungen hinaus und infor­mieren über Best Practices zu den 21 „GC Advanced“-Kriterien. Basis der Fortschritts­mit­teilung ist der Tchibo Nachhal­tig­keits­be­richt 2014. Die folgende Übersicht zeigt unsere Richt­linien, Systeme und Maßnahmen.

Strategie, Gover­nance und Engagement

Kriterium 1

Einbindung in Unter­neh­mens­funk­tionen und Geschäfts­be­reiche

Kriterium 2

Umsetzung in der Wertschöp­fungs­kette

Richt­linien, Systeme und Maßnahmen

  • Strate­gi­sches Kernziel: „Tchibo auf dem Weg zu einer 100% nachhal­tigen Geschäftstä­tigkeit“
  • Das integrierte Zielsystem umfasst Leit- und Teilziele für alle Fachbe­reiche.
  • Der Direk­ti­ons­be­reich Unter­neh­mens­ver­ant­wortung unter­stützt Fachbe­reiche, überprüft Fortschritte und berichtet an die Geschäfts­führung.
  • Tchibo Social and Environ­mental Code of Conduct (SCoC) für Liefe­ranten und Geschäfts­partner
  • Ganzheit­liches Risiko­ma­na­ge­ment­system adres­siert Unter­neh­mens­ri­siken.
  • Die nachhaltige Entwicklung des Kaffee­sektors wird durch die Zusam­men­arbeit mit inter­na­tional anerkannten Standard­or­ga­ni­sa­tionen, Partnern und über eigene Programme (Tchibo Joint Forces!®) gefördert.
  • Zur Vorbeugung von Liefer­ket­ten­ri­siken sind Sozial- und Umweltan­for­de­rungen in die Einkaufspro­zesse integriert.
  • Quali­fi­zierung von Gebrauchs­ar­ti­kel­pro­du­zenten im Rahmen des WE Programms (Worldwide Enhan­cement of Social Quality)
  • Die Einhaltung des SCoC in der Wertschöp­fungs­kette Gebrauchs­ar­tikel wird im Rahmen unseres Liefe­ran­ten­mo­ni­to­rings überprüft.

Verweise

Menschen­rechte
Prinzip 1: Unter­stützung und Respek­tierung der inter­na­tio­nalen Menschen­rechte
Prinzip 2: Keine Betei­ligung des Unter­nehmens an Menschen­rechts­ver­let­zungen

Kriterium 3

Selbst­ver­pflich­tungen, Strategien oder Leitlinien im Hinblick auf den Schutz der Menschen­rechte

Kriterium 4

Manage­ment­systeme zur Integration der Menschen­rechts­prin­zipien

Kriterium 5
Überwa­chungs- und Erfolgs­mes­sungs­systeme für die Integration der Menschen­rechts­prin­zipien

Richt­linien, Systeme und Maßnahmen

  • Der Code of Conduct (CoC) für Tchibo Mitar­beiter und der SCoC für Liefe­ranten und Geschäfts­partner orien­tieren sich an den Kernar­beits­normen der Inter­na­tio­nalen Arbeits­or­ga­ni­sation ILO.
  • Tchibo Mitar­beiter werden regel­mäßig zum CoC geschult.
  • Alle Liefe­ranten erhalten den CoC als Bestandteil des Vertrags.
  • Fehlver­halten und Verstöße können über Whist­leblowing-Hotline, Betriebsrat, Rechts­ab­teilung, Konzern­re­vision, Audits und in den Projekten und Programmen von Tchibo und seinen Partnern gemeldet werden.
  • Ein sozial­ver­träg­licher Kaffee­anbau wird durch eigene Programme, die Inten­si­vierung der Zusam­men­arbeit mit inter­na­tional anerkannten Standard­or­ga­ni­sa­tionen und die Betei­ligung an Initia­tiven auf regio­naler und natio­naler Ebene auf- und ausgebaut.
  • Im Rahmen unseres WE Programms unter­stützen wir strate­gische Produ­zenten bei der Einhaltung grund­le­gender Menschen­rechte.
  • Die Einhaltung grund­le­gender Menschen­rechte bei unseren Produ­zenten wird im Zuge unseres Liefe­ran­ten­mo­ni­to­rings überprüft

Verweise

Arbeits­normen
Prinzip 3: Wahrung der Verei­ni­gungs­freiheit und des Rechts auf Kollek­tiv­ver­hand­lungen
Prinzip 4: Abschaffung jeder Art von Zwangs­arbeit
Prinzip 5: Abschaffung von Kinder­arbeit
Prinzip 6: Keine Diskri­mi­nierung bei Anstellung und Beschäf­tigung

Kriterium 6

Selbst­ver­pflich­tungen, Strategien oder Leitlinien im Hinblick auf Arbeits­normen

Kriterium 7

Manage­ment­systeme zur Integration der Arbeits­normen

Kriterium 8

Überwa­chungs- und Erfolgs­mes­sungs­systeme für die Integration der Arbeits­normen

Richt­linien, Systeme und Maßnahmen

  • Unser CoC bezieht sich auf die ILO-Kernar­beits­normen und definiert Werte und verbind­liche Handlungs­weisen in Bezug auf Fairness, ethische Geschäftsprak­tiken und Vielfalt und Chancen­gleichheit.
  • Tchibo Mitar­beiter werden regel­mäßig zum CoC geschult.
  • Fehlver­halten und Verstöße können über Whist­leblowing-Hotline, Betriebsrat, Rechts­ab­teilung, Konzern­re­vision, Audits und in den Projekten und Programmen von Tchibo und seinen Partnern gemeldet werden.
  • Im Berichts­zeitraum wurden keine Diskri­mi­nie­rungs­fälle bekannt.
  • Gesetz­liche Mitbe­stim­mungs­gremien (Betriebsrat und Vertretung im Aufsichtsrat) ermög­lichen Mitar­beitern, die Unter­neh­men­s­ent­wicklung mitzu­ge­stalten.
  • Der SCoC basiert auf den ILO-Kernar­beits­normen, der allge­meinen Erklärung der Menschen­rechte der UN und bezieht sich auf den „Base Code“ der Ethical Trading Initiative sowie den SA8000-Standard. Der SCoC ist Vertrags­be­standteil für Liefe­ranten und Geschäfts­partner.
  • Im Rahmen unseres WE Programms unter­stützen wir strate­gische Produ­zenten dabei, die Einhaltung von Menschen­rechten und die dauer­hafte Verbes­serung von sozialen und ökolo­gi­schen Bedin­gungen in den Produk­ti­ons­stätten zu erreichen.
  • Die Einhaltung von Sozial- und Umwelt­stan­dards wird im Zuge unseres Liefe­ran­ten­mo­ni­to­rings überprüft.
  • Tchibo beteiligt sich an der Initiative Action, Colla­bo­ration, Trans­for­mation (ACT) des inter­na­tio­nalen Gewerk­schafts­ver­bands Indus­triALL Global Union zur Verbes­serung der Arbeits- und Lebens­be­din­gungen von Fabrik­ar­beitern. Im Mittel­punkt stehen den Lebens­un­terhalt deckende Löhne, sogenannte Living Wages und das Recht, sich gewerk­schaftlich zu organi­sieren und Tarif­ver­hand­lungen durch­zu­führe

Verweise

Umwelt­schutz
Prinzip 7: Unter­stützung eines vorsor­genden Ansatzes im Umgang mit Umwelt­pro­blemen
Prinzip 8: Förderung von Initia­tiven für ein größeres Verant­wor­tungs­be­wusstsein für die Umwelt
Prinzip 9: Entwicklung und Verbreitung umwelt­freund­licher Techno­logien

Kriterium 9

Selbst­ver­pflich­tungen, Strategien oder Leitlinien im Hinblick auf Umwelt­schutz­stan­dards

Kriterium 10

Manage­ment­systeme zur Integration der Umwelt­schutz­stan­dards

Kriterium 11

Überwa­chungs- und Erfolgs­mes­sungs­systeme für die Integration der Umwelt­schutz­stan­dards

Richt­linien, Systeme und Maßnahmen

  • Koordi­niert vom Direk­ti­ons­be­reich Unter­neh­mens­ver­ant­wortung leiten Umwelt­ex­perten die Umsetzung in den Fachbe­reichen.
  • Unser CoC wurde im Jahr 2010 um Umwelt­richt­linien ergänzt.
  • Trans­port­be­dingte Emissionen reduzieren wir konti­nu­ierlich im Rahmen des Programms LOTOS (Logistics towards Sustaina­bility).
  • Unsere deutschen Standorte werden ausschließlich mit ok-Power-zerti­fi­ziertem Ökostrom versorgt.
  • In unseren Röste­reien betreiben wir ein Energie­ma­na­ge­ment­system gemäß ISO 50001.
  • Mit unserer Fuhrpark­stra­tegie setzen wir jährlich abgesenkte Obergrenzen für die CO2-Emissionen neuer Dienst­fahr­zeuge.
  • Die Anfang 2015 entwi­ckelte Verpa­ckungs­stra­tegie fasst Maßnahmen zur Senkung des verpa­ckungs­be­dingten Papier- und Karto­na­ge­ver­brauchs zusammen.
  • Missstände im Umwelt­be­reich können über Whist­leblowing-Hotline, Betriebsrat, Rechts­ab­teilung, Konzern­re­vision, Audits und in den Projekten und Programmen von Tchibo und seinen Partnern gemeldet werden.
  • Die Anpassung von Kaffee­farmern an den Klima­wandel unter­stützen wir gemeinsam mit Initia­tiven wie Coffee & Climate.
  • Der SCoC definiert verbind­liche ökolo­gische Vorgaben für Produ­zenten bei der Herstellung unserer Gebrauchs­ar­tikel.
  • Die Einhaltung dieser Vorgaben wird seit 2014 im Zuge unseres Liefe­ran­ten­mo­ni­to­rings überprüft.
  • Im Rahmen unseres WE Programms unter­stützen wir Produ­zenten bei der Reduktion von CO2-Emissionen.
  • Mit der Unter­zeichnung des Detox Commit­ments hat sich Tchibo 2014 zum Ausschluss gefähr­licher Chemi­kalien aus der textilen Liefer­kette bis 2020 verpflichtet.

Verweise

 

 

Korrup­ti­ons­be­kämpfung
Prinzip 10: Eintreten gegen alle Arten der Korruption, einschließlich Erpressung und Beste­chung

Kriterium 12

Selbst­ver­pflich­tungen, Strategien oder Leitlinien im Hinblick auf die Korrup­ti­ons­be­kämpfung

Kriterium 13

Manage­ment­systeme zur Integration der Korrup­ti­ons­be­kämp­fungs­prin­zipien

Kriterium 14

Überwa­chungs- und Erfolgs­mes­sungs­systeme für die Integration der Korrup­ti­ons­be­kämp­fungs­prin­zipien

Richt­linien, Systeme und Maßnahmen

  • CoC untersagt unter anderem jegliche Form von Korruption, Vorteils­ge­währung oder Vorteils­nahme.
  • Das Tchibo Compliance-Programm umfasst verschiedene Richt­linien, die Handlungs- und Organi­sa­ti­ons­an­wei­sungen sowie Verant­wort­lich­keiten regeln.
  • Führungs­kräfte werden regel­mäßig im Umgang mit dem CoC geschult und sind verpflichtet ihren Mitar­beitern den CoC zu erläutern.
  • Mitar­beiter in relevanten Bereichen, wie etwa im Einkauf oder im Vertrieb, werden konti­nu­ierlich zu Antikor­rup­ti­ons­maß­nahmen quali­fi­ziert.
  • Im Rahmen interner Audits durch die Konzern­re­vision der maxingvest ag wird die Einhaltung von Vorgaben überprüft.
  • Fehlver­halten und Verstöße können über Whist­leblowing-Hotline, Betriebsrat, Rechts­ab­teilung, Konzern­re­vision, Audits und in den Projekten und Programmen von Tchibo und seinen Partnern gemeldet werden.
  • Einge­gangene Hinweise werden an den Ombudsrat zur Behandlung und Entscheidung weiter­ge­geben.
  • Im Berichts­zeitraum wurden keine Fälle mit Bezug zur Korruption gemeldet oder aufge­deckt.

Verweise

UN-Ziele und -Aufgaben

Kriterium 15

Kernge­schäfts­maß­nahmen zur Förderung der UN-Ziele und ‑Aufgaben

Kriterium 16

Strate­gische soziale Inves­ti­tionen und philan­thro­pi­sches Engagement

Kriterium 17

Unter­stützung und öffent­liches Engagement

Kriterium 18

Partner­schaftspro­jekte und gemeinsame Initia­tiven

Richt­linien, Systeme und Maßnahmen

  • Beitritt zum UN Global Compact am 18. November 2009
  • Zur Förderung nachhal­tiger und ertrags­stei­gernder Anbau­me­thoden arbeiten wir mit Kaffee­farmern und Standard­or­ga­ni­sa­tionen zusammen.
  • Mit Bildungs­pro­jekten setzt sich Tchibo für die Verbes­serung der Lebens­ver­hält­nisse der Kaffee­farmer und ihrer Familien ein.
  • Den Anteil validierten bezie­hungs­weise zerti­fi­zierten Rohkaffees haben wir 2014 auf rund 35 % gesteigert.
  • Struk­turell bedingte Heraus­for­de­rungen gehen wir durch branchen­über­grei­fende Koope­ra­tionen mit relevanten Stake­holdern an.
  • Die für unsere Gebrauchs­ar­tikel verar­bei­teten Rohstoffe und Materialien stellen wir schritt­weise auf verant­wort­liche Quellen um.
  • Gemeinsam mit der Aid by Trade Foundation fördern wir nachhal­tigen Baumwol­lanbau in Subsahara-Afrika und unter­stützen mit bildungs- und berufs­ori­en­tierten Projekten Kinder afrika­ni­scher Baumwoll­farmer.

Verweise

Nachhal­tig­keits­steuerung- und Führung

Kriterium 19

CEO-Statement und Führung

Kriterium 20

Vorstands­be­schlüsse und Aufsicht

Kriterium 21

Dialog mit Stake­holdern

Richt­linien, Systeme und Maßnahmen

  • Im Vorwort des Nachhal­tig­keits­be­richts 2014 bekräftigt Dr. Markus Conrad das Bekenntnis zu einer nachhal­tigen Geschäftstä­tigkeit und zum UN Global Compact.
  • Strate­gi­sches Kernziel: „Tchibo auf dem Weg zu einer 100% nachhal­tigen Geschäftstä­tigkeit“
  • Das integrierte Zielsystem umfasst Leit- und Teilziele für alle Fachbe­reiche.
  • Der Aufsichtsrat wird von der Geschäfts­führung regel­mäßig über Geschäfts­ent­wicklung und Risiko­si­tuation infor­miert.
  • Die strate­gische Unter­neh­mens­aus­richtung wird mit dem Aufsichtsrat abgestimmt.
  • Das überge­ordnete und fachbe­reichs­be­zogene Stake­holder-Management wird durch den Direk­ti­ons­be­reich Unter­neh­mens­ver­ant­wortung koordi­niert.
  • Zur Bewäl­tigung struk­tu­reller Heraus­for­de­rungen in unseren Wertschöp­fungs­ketten koope­rieren wir mit Partnern aus Wirtschaft, Politik, Wissen­schaft und Zivil­ge­sell­schaft.
  • Bedenken und Hinweise können über Whist­leblowing-Hotline, Betriebsrat, Rechts­ab­teilung, Konzern­re­vision, Audits und in den Projekten und Programmen von Tchibo und seinen Partnern einge­reicht werden.

Verweise