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NACHHALTIGKEITSBERICHT 2014

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Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten nach den Grundsätzen unternehmerischer Verantwortung (April 2006)

Seit April 2006 steht der Direktionsbereich Unternehmensverantwortung mit seinen Beratern den Tchibo Mitarbeitern bei der systematischen Ausrichtung der Geschäftstätigkeit nach ökologischen und sozialen Kriterien zur Seite. Der Bereich berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden und ist zusammen mit dem Bereich Unternehmenskommunikation außerdem Ansprechpartner für die verschiedenen gesellschaftlichen Anspruchsteller (sogenannte Stakeholder) des Unternehmens.

Überarbeitung des Social Code of Conduct (SCoC) für Lieferanten (April 2006)

Im April 2006 wurde der SCoC nochmals überarbeitet. Wesentliche Änderungen bestanden in der vertraglich geforderten Schriftform von Arbeitsverträgen für die Beschäftigten sowie in der Begrenzung der maximalen Wochenarbeitszeit auf 48 Stunden. Des Weiteren wird im neuen SCoC direkt auf die jeweils relevanten ILO-Konventionen verwiesen, um die zugrunde liegende Anforderung für alle Beteiligten transparent zu machen.

Mitgliedschaft im Beirat von Social Accountability International (SAI)

Die Mitgliedschaft bei SAI ermöglicht den Start des kontinuierlichen Austausches von Wissen und Erfahrungen im Themenfeld Sozialverantwortung in der Lieferkette von wesentlichen internationalen gesellschaftlichen Anspruchstellern.

Erste nachhaltige Kaffeeprodukte im Coffee Service (Juni 2006)

Der 1972 gegründete Tchibo Coffee Service versorgt internationale Geschäftskunden und Großverbraucher in Gastronomie und Hotellerie sowie in der Arbeitsplatz- und Gemeinschaftsverpflegung mit bis zu vier Millionen Tassen Kaffee täglich. Im Juni 2006 wurden unter der Marke Vista erstmals nachhaltige Kaffees in das Produktsortiment für Außer-Haus-Kunden aufgenommen: Die Produkte Vista Bio Medium Roast, Vista Bio Espresso und Vista Bio Café Crème tragen das FAIRTRADE- und das Bio-Siegel. Die Vista Trinkschokolade ist Fairtrade-zertifiziert.

Beteiligung am Projekt „Logistic towards Sustainability (LOTOS)“ (November 2006)

Von November 2006 bis Mai 2009 war Tchibo Praxispartner des Projekts Logistics towards Sustainability (LOTOS, Logistik auf dem Weg zur Nachhaltigkeit), das von der Technischen Universität Hamburg-Harburg initiiert sowie durch das Bundesumweltministerium (BMU) gefördert wurde. Im Rahmen des Projekts wurden die Prozesse in der Beschaffungs- und Transportkette von Tchibo hinsichtlich Ressourceneinsatz, Klimarelevanz und Optimierungsmöglichkeiten untersucht, Handlungsoptionen erarbeitet und anschließend konkrete Maßnahmen zur Reduktion der transportbedingten CO2-Emissionen abgeleitet. Seit Abschluss des gemeinschaftlichen Projektabschnitts hat Tchibo LOTOS mit dem Ziel weitergeführt, bis zum Jahr 2015 die CO2-Emissionen im Vergleich zu 2006 um 30% zu senken. Dieses Ziel konnten wir bereits im Jahr 2011 erreichen. Momentan arbeiten wir daher an der Definition neuer Ziele und der Weiterentwicklung unseres Logistikprogramms.

Einführung Verhaltenskodex für Mitarbeiter (Juli 2007)

Damit sich Tchibo Mitarbeiter weltweit ethischen Geschäftspraktiken, fairem Verhalten und der ausnahmslosen Einhaltung aller Gesetze verpflichtet fühlen, haben wir im Juli 2007 einen entsprechenden Verhaltenskodex eingeführt. Dieser enthält verschiedene Grundregeln für die Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern und dient seither als Leitfaden und Ratgeber für die tägliche Arbeit unserer Beschäftigten. Bei Verstößen können sich unsere Mitarbeiter an eine unabhängige Ombudsstelle wenden.

Einführung des Programms WE gemeinsam mit GTZ (heute GIZ) (September 2007)

Im September 2007 hat Tchibo gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ, heute: GIZ – Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) das WE Programm ins Leben gerufen. „WE“ steht für Worldwide Enhancement of Social Quality: Im Dialog aller Beteiligten wie Fabrikbesitzer und Manager, Beschäftigte und ihre Repräsentanten sowie Einkäufer bei Tchibo sollen signifikante Fortschritte bei den Arbeitsbedingungen der beteiligten Produktionsstätten in China, Bangladesch und Thailand erzielt werden. Das Pilotprogramm wurde vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert. Nach erfolgreichem Abschluss der Pilotphase wurde ab 2010 das Programm auf weitere Produktionsstätten und Länder ausgeweitet.

Strom aus 100% regenerativen Energien (Januar 2008)

Seit dem 1. Januar 2008 beziehen wir für unsere deutschen Verwaltungen, Röstereien und Lager ausschließlich Ökostrom. Seit 2009 haben wir auch alle Filialen in Deutschland auf Ökostrom umgestellt. 100% der für diese Standorte eingekauften Energie stammen seither aus erneuerbaren Quellen.

Beteiligung am Pilotprojekt „Product Carbon Footprint“ (PCF) (April 2008)

In den Jahren 2008 und 2009 engagierte sich Tchibo beim deutschen Pilotprojekt „Product Carbon Footprint“ (PCF), das unter der Trägerschaft des WWF, des Öko-Instituts, des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung sowie dem Think Tank THEMA1 unter anderem die Berechnung des produktbezogenen CO2-Fußabdrucks verschiedener Konsumgüter zum Ziel hatte. Im Rahmen des Folgeprojekts „Plattform Klimaverträglicher Konsum Deutschland“ setzte Tchibo dieses Engagement fort.

Nachhaltig gesiegelte Kaffeeprodukte im Sortiment (Mai 2008)

Seit Mai 2008 bietet Tchibo ein umfassendes Sortiment an Kaffees an, die mit den Siegeln von Rainforest Alliance, Fairtrade und Bio für den Kunden erkennbar nachhaltig sind. Diese Kaffees werden gemäß den Anforderungen des jeweiligen Standards produziert und gehandelt. So tragen seit 2008 alle Privat Kaffee Sorten und die „Frischen Ernten“ das Siegel der Rainforest Alliance. Ende Juni 2008 folgte mit „BioGenuss“ das erste mit dem Bio-Siegel zertifizierte Kaffeeprodukt und im Oktober 2008 haben wir erstmals FAIRTRADE-gesiegelten Espresso ins Filialsortiment aufgenommen. Seitdem haben wir den Anteil von nachhaltig angebauten Rohkaffees in unserem Sortiment kontinuierlich ausgeweitet und weitere Kooperationen geschlossen.

Baumwollproduktion von „Cotton made in Africa“ und „Textile Exchange“ (Juni/Oktober 2008)

Seit Herbst 2008 bietet Tchibo in ausgewählten Wochenwelten Baumwollprodukte der Qualitätsprofile von „Cotton made in Africa“ und „Textile Exchange“ an. Die Initiative „Cotton made in Africa“ der Stiftung Aid by Trade hat sich zum Ziel gesetzt, Erträge und Absatzchancen für afrikanische Baumwolle aus den Ländern der Sub-Sahara Afrikas zu verbessern. Für „Organic Cotton“-Artikel wird Bio-Baumwolle verarbeitet, die nach den international anerkannten Standards der Nichtregierungsorganisation „Textile Exchange“ zertifiziert ist.

Veröffentlichung des ersten Nachhaltigkeitsberichts (Dezember 2008)

Im Dezember 2008 hat Tchibo seinen ersten Nachhaltigkeitsbericht in einer Online-Version veröffentlicht. In dem Bericht legte das Unternehmen erstmals detailliert und transparent seine Aktivitäten zu allen wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen dar. Die Global Reporting Initiative hat den Bericht zur nachhaltigen Entwicklung im Dezember 2008 überprüft und den höchsten Anwendungsgrad A bestätigt. Seitdem erfolgt eine jährliche Berichterstattung.

Implementierung eines ganzheitlichen Datenschutzmanagements (Juni 2009)

Seit Juni 2009 ist das Thema Datenschutz durch ein umfassendes Managementsystem bei Tchibo verankert. Unter der Leitung des Datenschutzbeauftragten beschäftigen sich seither bereichsübergreifende Arbeitsgruppen mit verschiedenen datenschutzrechtlichen Fragestellungen. Koordinatoren in den Fachbereichen helfen dabei, datenschutzrelevante Themen frühzeitig zu identifizieren und Datenschutz zu einem integralen Bestandteil der Prozesse zu machen.

Ausweitung des Nachhaltigkeitssystems auf osteuropäische Vertriebsgesellschaften (Juli 2009)

2009 haben wir damit begonnen, die osteuropäischen Tochterunternehmen Schritt für Schritt in unsere bestehenden Nachhaltigkeitsmanagementsysteme einzubeziehen. Das im ersten Schritt erstellte „Mission Statement“ unserer osteuropäischen Tochterunternehmen basiert auf der Tchibo DNA und ist aus unserer Unternehmensstrategie „Stärken stärken 2010“ und „Zukunft braucht Herkunft“ abgeleitet. Für die praktische Umsetzung haben wir ein an diese Regionen angepasstes Nachhaltigkeitsmanagementsystem entwickelt und 2010 mit der Einführung begonnen. Seitdem sind wir weiter vorangekommen. So haben unsere Ländergesellschaften in Osteuropa eigene Nachhaltigkeitsprogramme entwickelt und erfolgreich verschiedene Maßnahmen durchgeführt. Zudem haben auch unsere Ländergesellschaften in Österreich und der Schweiz vielfältige Aktivitäten im Bereich Nachhaltigkeit umgesetzt, in einer Bestandsaufnahme erfasst und zentrale Verantwortliche benannt.

Zertifizierung nach FSC® (August 2009)

Tchibo hat sich 2009 als erstes großes deutsches Handelsunternehmen sowohl für Holz- als auch gleichzeitig für Papierprodukte nach den strengen Standards des „Forest Stewardship Council“ (FSC®) zertifizieren lassen. In diesem Zusammenhang wurde auch ein Projekt gestartet, um die Nachhaltigkeitsaktivitäten auf den Einkauf von Produkten und Verpackungen sowie auf intern verwendetes Material aus FSC®-zertifiziertem Papier und Holz auszuweiten. Seitdem haben wir zum Beispiel den Anteil umweltverträglicher Papierqualitäten stetig erhöht und drucken unsere Magazine und Werbemittel heute auf FSC®-zertifiziertem Papier. Für Verpackungen haben wir eine Richtlinie zur Steigerung der Umweltverträglichkeit festgelegt, auf die unsere Lieferanten im Rahmen der vertraglichen Verpackungsspezifikationen verpflichtet werden.

Beitritt zum Global Compact (November 2009)

Tchibo ist am 18. November 2009 dem Global Compact der Vereinten Nationen (UN) beigetreten. Das Unternehmen bekennt sich damit zu den zehn UN Global Compact Prinzipien in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung sowie deren Berücksichtigung in den Geschäftsprozessen. Die Veröffentlichung der Fortschrittsmitteilungen orientiert sich am Zyklus der Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Tchibo Kaffee Bars: ausschließlich nachhaltig erzeugte Kaffeequalitäten (Ende 2009)

Seit Ende 2009 werden in unseren Tchibo Kaffee Bars deutschlandweit und in der Schweiz alle koffeinhaltigen Kaffees und Kaffeespezialitäten ausschließlich aus zertifizierten Kaffeequalitäten zubereitet: Die Bohnen für Spezialitäten auf Espressobasis sind Fairtrade-zertifiziert, während der Filterkaffee aus Bohnen besteht, die von Rainforest Alliance zertifizierten Farmen stammen.

Mitgliedschaft in der Ethical Trading Initiative (ETI)

Durch die projektorientierte Mitarbeit in der ETI entwickeln wir gemeinsam mit relevanten gesellschaftlichen Anspruchstellern Lösungsansätze für besondere Herausforderungen im Themenfeld Sozialverantwortung in der Zulieferkette von Gebrauchsartikeln. Hierzu zählen insbesondere die Unterthemen „Lebensunterhaltdeckende Löhne“ (sogenannte living wages) sowie „Gewerkschaftsfreiheit und Recht auf Tarifverhandlungen“.

Wochenwelt „Wir helfen sparen: Mit grünem Beispiel voran“ (August 2010)

Im August 2010 haben wir eine ganze Wochenwelt zum Thema Ressourceneffizienz im Haushalt gestaltet. Unter dem Motto „Wir helfen sparen: Mit grünem Beispiel voran“ boten wir unseren Kunden ein umfassendes Sortiment von Gebrauchsartikeln, mit denen sie in den eigenen vier Wänden Energie, Wasser und CO₂ einsparen können – etwa Zeitschaltuhren, digitale Heizkörperregler oder Wassersparaufsätze. Dazu gaben wir den Kunden weitere Hilfen – wie etwa eine unverbindliche Energiesparberatung – an die Hand.

Erweiterung des Sortiments um „grüne“ Energieprodukte (Oktober 2010)

Seit Oktober 2010 bietet Tchibo seinen Kunden ok power-zertifizierten Ökostrom aus 100% Wasserkraft an. Im Januar 2011 hat Tchibo zusätzlich ein klimaschonendes Erdgas ins Sortiment aufgenommen. Damit haben Tchibo Kunden die Möglichkeit, auf eine klimaverträgliche und sichere Energieversorgung umzusteigen. Im Jahr 2012 haben wir zudem drei unterschiedliche Varianten eines Energie-Konzepthauses der Heinz von Heiden GmbH angeboten, die energieeffizientes Wohnen in den eigenen vier Wänden ermöglichen.

Hilfe zur Selbsthilfe: Schulprojekt in Benin (ganzjährig, inklusive Projektvorbereitung)

Tchibo engagiert sich im Rahmen der Initiative „Cotton made in Africa“ für ein im Jahr 2010 gestartetes Schulprojekt in Benin. Gemeinsam mit der Aid by Trade Foundation, der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) und lokalen Partnern verfolgen wir das Ziel, die schulische Infrastruktur und die Unterrichtsqualität in den Anbauregionen für „Cotton made in Africa“ zu verbessern. Seit dem Jahr 2010 haben wir viel erreicht. Unter anderem wurden bis Ende 2012 sechs Brunnen errichtet, 20.000 Schuluniformen verteilt und 10.000 Schulbücher bestellt. Auch zwei der sieben Schulgebäude sind bereits fertiggestellt.

Kaffeeprojekte in Guatemala und Kenia

Wir unterstützen Kaffeefarmer bei der Umstellung von konventionell auf verantwortlich erzeugten Kaffee. 2010 haben wir zum Beispiel zwei Projekte initiiert, für die sich zehn Kaffeefarmen in Guatemala sowie 13.000 in einer Kooperative zusammengeschlossene Kleinfarmer in Kenia auf eine Zertifizierung nach den Anforderungen der Rainforest Alliance vorbereiten. In Kenia haben wir zudem das Mount Kenya Project ins Leben gerufen, in dem wir Farmerinnen und ihre Familien in den vier Bereichen „Wasser“, „Bildung“, „Nutztiere“ und „Baustoffe“ unterstützen. Mit einer Reihe weiterer Projekte tragen wir zur Entwicklung eines nachhaltigen Kaffeesektors bei.

Ausweitung des Qualifizierungsprogramms WE

In unser Qualifizierungsprogramm WE (Worldwide Enhancement of Social Quality), das wir 2007 in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gestartet haben, sind inzwischen 115 Produktionsstätten einbezogen. Mit diesem Programm verfolgen wir das Ziel, die Arbeitsbedingungen in asiatischen Produktionsstätten im Dialog zu verbessern.

Senkung der CO2-Emissionen

In unserer Beschaffungs- und Transportkette haben wir zwischen 2006 und 2011 eine Senkung der CO₂-Emissionen um 30% erreicht. Den Grundstein dafür legten wir 2006 mit dem Projekt LOTOS („Logistics towards Sustainability“). In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Hamburg-Harburg und dem Bundesumweltministerium (BMU) wurden Transportwege und -mittel analysiert, Ansätze für gezielten Klimaschutz identifiziert und Maßnahmen zur CO₂-Vermeidung umgesetzt.

Anstieg des Anteils nachhaltig angebauter Rohkaffees im Sortiment

Über 25% unseres jährlich verarbeiteten Rohkaffees stammen 2012 aus nachhaltigem Anbau – das ist fast doppelt so viel wie 2011. In unserem Privat Kaffee Sortiment haben wir sämtliche Sorten auf 100% nachhaltige Qualitäten umgestellt. Seit 2012 verwenden wir außerdem als erster Kaffeekapsel-Anbieter auf dem deutschen Markt ausschließlich nachhaltig angebauten Kaffee für unsere Cafissimo Kapseln. Dazu arbeiten wir erstmals auch mit der Organisation UTZ Certified zusammen, deren Standard für den Kaffeeanbau auf Umwelt- und Wirtschaftlichkeitsaspekte fokussiert ist.

Anstieg des Anteils nachhaltig angebauter Baumwolle im Textilsortiment

Mit 12,7 Millionen Textilien aus zertifizierter und validierter Baumwollproduktion im Jahr 2012 gehören wir in Deutschland zu den führenden Anbietern von Produkten aus nachhaltig angebauter Baumwolle.

Erneute Ausweitung des Qualifizierungsprogramms WE

Bis Ende 2012 haben wir unser Qualifizierungsprogramm WE in asiatischen Produktionsstätten weiter ausgebaut und rund 200 Produktionsstätten einbezogen.

Umstellung auf FSC®-Qualitäten

Im Rahmen des WWF-Rankings wurde Tchibo für sein zertifiziertes Holz- und Papiersortiment als einer der besten Einzelhändler Deutschlands ausgezeichnet. Seit 2012 drucken wir in Deutschland, Österreich und der Schweiz Magazine, Kataloge und Werbemittel ausschließlich auf FSC®-zertifiziertem Papier.

Klimafreundlicher Fuhrpark (Juli 2012)

Für unsere Fuhrparkpolitik, die auf die kontinuierliche Reduktion von CO2-Emissionen ausgerichtet ist, wurden wir von der Deutschen Umwelthilfe e.V. mit der „Grünen Karte für glaubwürdiges Klimabewusstsein“ ausgezeichnet.

Preis für Unternehmensethik des Deutschen Netzwerks Wirtschaftsethik (DNWE) (November 2012)

Das Deutsche Netzwerk Wirtschaftsethik (DNWE), ein Zusammenschluss von Vertretern aus Wissenschaft, Unternehmenspraxis und Verbänden, hat Tchibo 2012 den Preis für Unternehmensethik verliehen. Das Netzwerk hat damit das Engagement von Tchibo auf dem Weg zu einer nachhaltigen Geschäftstätigkeit ausgezeichnet – insbesondere im Bereich Gebrauchsartikel.

Beitritt zur Initiative „Biodiversity in Good Company“ (Dezember 2012)

2012 sind wir der Initiative „Biodiversity in Good Company“ beigetreten, die 2008 vom Bundesumweltministerium gegründet wurde. Als branchenübergreifende Plattform haben sich dort Unternehmen zusammengeschlossen, die sich in besonderer Weise zum Schutz der Artenvielfalt bekennen und sie in ihr Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement integrieren.

Steigerung des Anteils nachhaltiger Rohkaffees

Den Anteil des verarbeiteten validierten und zertifizierten Rohkaffees konnten wir von 27,3% im Jahr 2012 auf 30,4% im Jahr 2013 steigern. Diese Steigerung resultiert aus einer konsequenten Weiterentwicklung unserer nachhaltigen Sortimente: 2013 haben wir erstmals zwei Grand Classé Editionen aus 100% Fairtrade-gesiegeltem Kaffee in unserem Cafissimo Sortiment angeboten. Mit Barista Espresso und Barista Caffè Crema haben wir 2013 zudem eine neue Premium-Produktreihe eingeführt, die das Fairtrade-Siegel trägt. Die Rohkaffees in der ebenfalls neuen Produktreihe „Mein Privat Kaffee“ stammen von Kaffeefarmen, die entweder den Anforderungen des Standards Rainforest Alliance Certified™ oder des Standards UTZ Certified entsprechen (Nachhaltige Ressourcen und Produkten).

Anstieg des Anteils nachhaltig angebauter Baumwolle im Textilsortiment

Im Verkaufsjahr 2013 betrug der Anteil von Textilien, die Baumwolle aus validiert oder zertifiziert nachhaltigem Anbau enthalten, über 40% unseres gesamten Baumwollsortiments; für das Verkaufsjahr 2014 haben wir bereits über 70% der Baumwollartikel aus nachhaltiger Baumwolle bezogen. Im Juli 2013 haben wir erstmals eine Wäschekollektion angeboten, deren Baumwolle zu 100% aus kontrolliert biologischem Anbau stammte und nach den Standards OE 100 beziehungsweise OE Blended von Textile Exchange zertifiziert war (Nachhaltige Ressourcen und Produkten).

Holz und Papier aus verantwortlichen Quellen

Seit 2013 stammen eingekaufte Holz- und Papierprodukte aus verantwortlichen Quellen: Davon sind rund 30% FSC®-zertifiziert (Forest Stewardship Council), knapp 70% entsprechen dem FTS-Standard (Forest Tracing System). 2013 boten wir unseren Kunden erstmals ein Gartenmöbel- und ein Bastelsortiment an, die jeweils zu 100% aus FSC®-zertifiziertem Holz beziehungsweise Papier bestanden (Nachhaltige Ressourcen und Produkten).

Start der Promotionaktion: Genießen und Gutes tun

Unter dem Motto „Genießen und Gutes tun“ haben wir unsere Kunden 2013 eingeladen, unser Bildungsprojekt in Guatemala gemeinsam mit uns zu fördern. Im Zuge der Aktion flossen für jedes verkaufte Pfund Tchibo Privat Kaffee 10 Cent an die Projektpartner vor Ort. Mit dem Erlös konnten im November 2013 sechs Kindertagesstätten in der Region Chiquimula eröffnet werden (Nachhaltigkeitskommunikation).

Energieeffizientere Röstung

Aufgrund des hohen Energiebedarfs der Röstprozesse haben wir uns in den Jahren 2013 und 2014 vor allem auf eine noch energieeffizientere Gestaltung der Prozesse in unseren Kaffeeröstereien in Hamburg und Berlin fokussiert: Hierzu haben wir 2013 ein Energiemanagementsystem gemäß ISO 50001 eingeführt (Strategie und Steuerung).

Beitritt „Fur Free Retailer Program“

Beitritt Wir nehmen den Tierschutz sehr ernst: Seit mehr als neun Jahren verkaufen wir keine Pelzprodukte mehr. Dies gilt auch für sogenannte Verbrämungen, beispielsweise bei Mantelkragen. Um diesen Grundsatz zu bekräftigten, sind wir 2013 Mitglied im internationalen Fur Free Retailer Program der Tierschutzorganisation Vier Pfoten geworden (Nachhaltige Ressourcen und Produkten).

Rezertifizierung als familienbewusstes Unternehmen

Als erstes deutsches Handelsunternehmen wurde Tchibo im August 2010 von der berufundfamilie gGmbH der gemeinnützigen Hertie-Stiftung als „familienbewusstes Unternehmen“ zertifiziert. 2013 wurden wir für den Zeitraum bis 2016 rezertifiziert. Damit verbunden sind weitere verbindliche Zielvereinbarungen, deren Erreichung jährlich durch einen unabhängigen Auditor überprüft wird (Beruf und Leben).

Auszeichnungen für unser Engagement

Im Jahr 2013 wurden wir von verschiedenen Organisationen für unser Nachhaltigkeitsengagement ausgezeichnet. Tchibo erreichte den ersten Platz beim „CSR Preis der Bundesregierung“ und wurde auch mit dem „Europäischen CSR Award“ der Europäischen Kommission geehrt. Zudem erhielten wir 2013 den „Nachhaltigkeitspreis Logistik“ sowie bereits zum zweiten Mal in Folge die „Grüne Karte für glaubwürdiges Klimabewusstsein“ der Deutschen Umwelthilfe. Weitere Informationen zu den Auszeichnungen erhalten Sie hier (Auszeichnungen und Rankings).

Anteil nachhaltiger Rohkaffees erneut gesteigert

Unseren Anteil an validiert bzw. zertifiziert nachhaltigen Kaffees erhöhen wir kontinuierlich: 2014 betrug er rund 35% unserer Gesamtmenge an Rohkaffee. Die Kaffees sind nach den Kriterien von Rainforest Alliance, Fairtrade, UTZ Certified und den hinter dem Bio-Siegel stehenden Organisationen zertifiziert beziehungsweise nach dem Basisstandard 4C validiert (Einkauf nachhaltiger Rohkaffeequalitäten).

Baumwolle: Tchibo drittgrößer Anbieter von Bio-Baumwolle weltweit/GOTS-Zertifizierung

Unseren Absatz von Textilien mit nachhaltig angebauter Baumwolle erhöhten wir von 40% im Jahr 2013 auf rund 80% im Jahr 2014. So wurden knapp 6.000 Tonnen Bio-Baumwolle in Tchibo Wäsche und Heimtextilien verwoben. Rund 85% unserer Textilien aus beziehungsweise mit Baumwolle werden 2015 mit Baumwolle aus verantwortlichem Anbau gefertigt. Dazu arbeiten wir mit international anerkannten Standardorganisationen zusammen, die dieses Ziel unterstützen. Bei den Baumwollprodukten beschäftigt uns jedoch nicht nur das Rohmaterial, sondern das ganze Produkt inklusive Farben, Aufdrucken und Accessoires. Deshalb haben wir uns 2014 nach dem anspruchsvollen Global Organic Textile Standard (GOTS) zertifizieren lassen.

Unterzeichnung des Detox-Commitments

Neben sozialen Themen sind ökologische Anforderungen wichtige Aspekte unseres ganzheitlichen Lieferantenmanagements. Wir prüfen unsere Lieferanten auf die Einhaltung unserer Umweltstandards, vermitteln ihnen wichtiges Know-how zum Klima- und Umweltschutz und helfen ihnen mit konkreten Handlungsempfehlungen bei der Umsetzung von Verbesserungen. Im Jahr 2014 haben wir das ambitionierte DETOX-Commitment von Greenpeace unterzeichnet, um bis spätestens 2020 gefährliche Chemikalien aus der textilen Lieferkette auszuschließen (Ökologische Aspekte der Produktion).

Einkaufsstopp für Produkte aus Angorafasern

Angorafasern werden aus den geschorenen Haaren des Angorakaninchens gewonnen. Laut Recherchen der Tierschutzorganisation PETA kommt es hierbei in einigen asiatischen Farmen zu inakzeptablen Praktiken. Obwohl wir die in dem entsprechenden PETA-Video gezeigten Praktiken bei unseren Herstellern ausschließen konnten, haben wir nach Bekanntwerden der Missstände zunächst einen befristeten Einkaufsstopp veranlasst. Diesen setzen wir solange fort, wie es keine artgerechten Haltungs- und Schurmethoden für Angorakaninchen gibt (Nachhaltige Ressourcen und Produkte).

Ausweitung des Qualifizierungsprogramms Tchibo Joint Forces!® (Wertschöpfungskette Kaffee)

Tchibo Joint Forces!® hilft Kaffeefarmern mit Unterstützung kompetenter Partnerorganisationen, ihre Produktivität und Erträge umweltschonend und sozialverträglich zu steigern. 2014 erweiterten wir das Angebot von Tchibo Joint Forces!® um das neue Modul „Local Community Engagement“. Ziel ist es, die sozialen Strukturen im Umfeld der Kaffeefarmen weiterzuentwickeln und die Lebenssituation der Familien zu verbessern (Qualifizierungsprogramm Tchibo Joint Forces!®).

Einkaufsvolumen von WE Produzenten erhöht (Wertschöpfungskette Gebrauchsartikel)

Mit dem Qualifizierungsprogramm Worldwide Enhancement Social Quality (WE) unterstützen wir Manager und Beschäftigte dabei, soziale Anforderungen wie Gesundheitsschutz, faire Löhne, diskriminierungsfreie Arbeitsplätze oder angemessene Arbeitszeiten zu erfüllen, und helfen durch praxisnahe Trainings bei der Umsetzung sozialer und ökologischer Standards. Seit Abschluss der Pilotphase im Jahr 2011 weiten wir das WE Programm auf unsere strategischen Lieferanten aus: Bisher haben 320 Lieferanten das Qualifizierungsprogramm WE absolviert beziehungsweise befinden sich noch im Programm. Im Verkaufsjahr 2015 decken wir rund 75% unseres Einkaufsvolumens für Gebrauchsartikel mit WE Lieferanten aus Risikomärkten ab (Nachhaltige Lieferketten).

Eintritt in das Steuerungsgremium des Bangladesh Accord

Der „Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh“ ist ein fünfjähriger, verbindlicher Vertrag zur Gebäude- und Feuersicherheit in der Bekleidungsindustrie in Bangladesch. Zum Accord bekennen sich mittlerweile mehr als 200 Unternehmen. Wir gehören seit 2012 zu den beiden Erstunterzeichnern und arbeiten seither gemeinsam mit anderen Handelsunternehmen, Produzenten, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen an höheren Brandschutz- und Gebäudesicherheitsstandards für die Textilindustrie in Bangladesch. Seit November 2014 sind wir zusammen mit den Vertretern von fünf weiteren Unternehmen im Steuerungsgremium des Accord vertreten (soziale Aspekte der Produktion).

Startschuss für das Bündnis für nachhaltige Textilien

Das Bündnis für nachhaltige Textilien repräsentiert in Deutschland inzwischen mehr als 50% der Textilwirtschaft. Tchibo ist – wie weitere große Markteilnehmer – dem Bündnis im Juni 2015 beigetreten. Derzeit arbeiten die Partner an der Ausgestaltung eines gemeinsamen Aktionsplans, der die Umsetzung von Umwelt- und Sozialstandards auf allen Stufen der textilen Lieferkette voranbringen soll (soziale Aspekte der Produktion).

Dauersortiment „Lieblingsstücke“ eingeführt

Dauersortiment „Lieblingsstücke“ eingeführt Wir arbeiten kontinuierlich an der Verbesserung sämtlicher auf den Kunden gerichteter Prozesse im Unternehmen. So entstehen immer wieder neue Angebote wie das Dauersortiment „Tchibo Lieblingsstücke“, das wir 2014 im Online-Shop eingeführt haben. Die „Tchibo Lieblingsstücke“ wollen wir sukzessive vollständig auf nachhaltige Qualitäten umstellen (Verantwortungsvolle Geschäftspraktiken).

Dritte „Grüne Karte“ für klimafreundliche Dienstwagenflotte

Mit unserer Fuhrparkstrategie konnten wir unsere Emissionen über mehrere Jahre kontinuierlich senken. Der durchschnittliche CO₂-Ausstoß der Dienstwagenflotte ging 2014 weiter zurück, von 120g CO₂/km im Vorjahr auf 119g CO₂/km. 2014 erhielten wir zum dritten Mal in Folge die „Grüne Karte für glaubwürdiges Umweltbewusstsein“ der Deutschen Umwelthilfe (Mobilität).

Das gibt es nur bei Tchibo